Fr 28.04.2017 I  A+ a -

 

 

 

 

Gründung des 293. Stiftungsfonds

Stifterin Margarete Siebert (Mitte) mit Geschäftsführer Thomas Erdle, Verwaltungsratsvorsitzendem Reinhard Elzer und Stifterehepaar Dr. Angelika Spicker-Wendt und Dr. Friedemann Spicker (v.l.n.r.) 

Neues Mitglied im Verwalungsrat

Im November 2015 wurde Dompropst emeritus Dr. Norbert Feldhoff als Mitglied des Verwaltungsrates verabschiedet. Als sein Nachfolger wurde Dompropst Prälat Gerd Bachner ernannt.

Aktuelles

 

Neue Stiftung: Kölner AD(H)S-Stiftung

Am 16. Dezember 2016 wurde unter dem Dach des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds mit der Kölner AD(H)S-Stiftung die 295. Stiftung gegründet. Zweck dieser Stiftung ist, Schüler und Schülerinnen mit einer durch AD(H)S oder vergleichbaren Störung bedingten Teil- bzw. Leistungsstörung, die den Schulerfolg gefährden, zu fördern. Vornehmlich sollten diese im Kölner Stadtgebiet leben. Voraussetzung für eine Förderwürdigkeit ist eine Empfehlung verbunden mit einem Gutachten der Uniklinik Köln, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters oder einer vergleichbar qualifizierten Institution sowie der Nachweis einer Finanzierungslücke in der zweckgebundenen Einzelförderung der betroffenen Schüler und Schülerinnen. Weiter möchte die Stiftung Fortbildungen für Lehrer und Lehrerinnen und pädagogisches Personal zur Verbesserung der Lernsituation für die betroffenen Schüler und Schülerinnen fördern. Ebenso sollen Grundschulen und Schulen der Sekundarstufen I und II Unterstützung für die Anschaffung adäquater Ausstattung und Lehrmaterialien für die Schüler und Schülerinnen erhalten.

 

Die Idee zur Gründung einer Stiftung zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit der Diagnose AD(H)S entstand aus den eigenen Erfahrungen, die die Stifter mit dieser Leistungsstörung innerhalb der eigenen Familie machen mussten. Sie waren konfrontiert mit besonders schwierigen Schulproblemen, Unkenntnis der Lehrerschaft im Umgang mit den Kindern einhergehend mit einer hohen Belastung innerhalb der gesamten Familie. Neben der intensiven und zeitaufwendigen psychologischen und medizinischen Begleitung, musste die individuelle Förderung und Hausaufgabenbetreuung privat organisiert und finanziert werden.
Bis heute liefern die Schulen wenig Unterstützung. Lehrer stoßen schnell an ihre Grenzen, weil das Wissen der Pädagogen über die Störung ungenügend ist. Mit der Gründung der Kölner AD(H)S-Stiftung möchten die Stifter gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und einen Beitrag leisten zur Verbesserung der Angebote und Maßnahmen im Bereich der Förderung für Schüler und Schülerinnen mit einer AD(H)S-Störung. Vor allem möchten Sie Familien helfen, deren finanzielle Mittel nicht für eine individuelle Förderung ihrer Kinder ausreichen.
In enger Zusammenarbeit mit der Uniklinik Köln, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters unter der psychologischen Leitung von Prof. Dr. Manfred Döpfner, zielt die in unserem Stiftungsfonds neu gegründete AD(H)S-Stiftung darauf ab, betroffene Kinder und Jugendliche zu fördern, deren Familien zu unterstützen und wissenschaftliche Projekte für die Fortbildung von Pädagogen mit zu finanzieren.

 

Gründung der Eleonore und Reinhard Daenzer Stiftung

Im November 2016 wurde mit der Stiftung des Ehepaares Eleonore und Reinhard Daenzer der 294. Stiftungsfonds unter dem Dach des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds gegründet mit dem Zweck der Förderung von Studierenden an deutschen Universitäten mit entsprechender Studienbegabung für ein Hochschulstudium und der weiterführenden wissenschaftlichen Forschung.

Die Stifter Eleonore und Reinhard Daenzer haben sich über viele Jahre mit dem Thema und der Gründung einer Bildungsstiftung beschäftigt. Leider konnten sie ihr Vorhaben bedingt durch den plötzlichen Tod von Reinhard Daenzer nicht mehr gemeinsam auf den Weg bringen. Und auch Eleonore Daenzer fand erst kurz vor ihrem Tod mit dem Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds den passenden Ort für die Umsetzung ihrer Vorstellungen an eine Stiftung für die Bildung junger Menschen zu mündigen und urteilsfähigen Menschen. Diese sind: Die Verleihung von Stipendien für Studium und wissenschaftliche Forschung, die Förderung von Auslandsaufenthalten, die Vergabe von Druckkosten- und Sachmittelzuschüssen und die Ermöglichung der Teilnahme an den weiterführenden Bildungsangeboten im Rahmen des Bildungsprogramms des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds.

 

Eleonore Daenzer war zu Lebzeiten Realschullehrerin und somit dem Thema Bildung allein schon aus beruflichen Gründen verpflichtet. Reinhard Daenzer, geboren und aufgewachsen in Merseburg a.d. Saale begann 1953 sein Studium am Institut für Philosophie an der Universität Leipzig unter der Leitung von Prof. Ernst Bloch. Der zunehmende politische Druck, die Unmöglichkeit zur freien Meinungsäußerung und die politische Zweckbestimmtheit des Philosophiestudiums in der DDR bewogen ihn jedoch dazu, nach Westberlin zu gehen und dort sein Studium zu beenden. In Berlin wurde er politscher Redakteur beim Sender RIAS Berlin und wechselte nach der Heirat mit Eleonore zum Hessischen Rundfunk, für den er über 25 Jahre im In- und Ausland tätig war. Von 1972 bis 1977 lebte das Ehepaar in Tunis. Reinhard Daenzer als Afrika-Korrespondent, während Eleonore Daenzer Aufgaben im dortigen Goethe-Institut übernahm. Aus gesundheitlichen Gründen kehrte Reinahrd Daenzer in die politische Redaktion des Hessischen Rundfunk zurück und verstarb 1989 an den Folgen eines Herzinfarktes – nur wenige Wochen vor dem Mauerfall. Eleonore Daenzer überlebte ihren Mann um 24 Jahre und hat diesen gemeinsamen Beschluss einer Stiftungsgründung testamentarisch verbrieft.

 

Über 70 neue Stipendiaten 

Mit der Bewilligung des Verwaltungsrats kann der Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds nach der zweiten Bewerbungsphase in diesem Jahr erneut 71 neue Stipendiatinnen und Stipendiaten in seine Förderung aufnehmen.