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08./09. April 2017 | Kardinal-Schulte-Haus, Bergisch Gladbach-Bensberg


Nicht immer haben wir Lust, Tätigkeiten auszuüben oder Arbeiten zu erledigen, die an uns herangetragen werden. In solchen Situationen benötigen wir selbstregulatorische Kompetenzen, z.B. die Affekt- und Emotionsregulation von Unlust, um die Handlung auszuführen. Selbstregulation nimmt eine vermittelnde Position zwischen einer motivationalen und volitionalen Steuerungslage ein. Bei ersterer verspürt man große Lust zu einer Sache – hier ist Selbstregulation unnötig; bei letzterer ist das Gegenteil der Fall, d.h. man muss sich mit aller Kraft zur Handlungsausführung überwinden. Dazu wird der Einsatz von Selbstkontrollmechanismen nötig. Empfindet man vorübergehend keine Lust zu einer Tätigkeit, so reichen meist selbstregulatorische Prozesse, um mit der Tätigkeitsausführung zu beginnen.
Sind Motive und Ziele eines Menschen im Einklang, so macht die Ausübung einer Tätigkeit Spaß und es kann zu Flow-Erleben kommen, d.h. dem völligen Aufgehen in der Tätigkeit. Passen Motive und Ziele nicht zusammen, so verspürt man Unlust und die Tätigkeitsausführung gelingt nur mit Hilfe von Willensprozessen und Selbstkontrollmechanismen. Dies wird als anstrengend empfunden.
Im Seminar beschäftigen wir uns mit den drei Motiven Leistung, Macht und Anschluss und Sie werden u.a. erfahren, welche Motive bei Ihnen wirksam sind: Denn neben der Vermittlung theoretischer Grundlagen zu den Themen Motivation, Selbstregulation und Volition gibt es auch zahlreiche praktische Übungen.

 

Die Seminarzeiten
1. Tag: 11-18 Uhr
2. Tag: 9-15 Uhr

 

Leitung
Dr. Barbara Roth

  • ist Studienrätin an einem Gymnasium im Bergischen Land (Fächer: Musik und Deutsch). Dissertation über „Die Bedeutung von Motivation und Volition für das Üben von Musikinstrumenten. Eine empirische Studie zum musikalischen Lernen von 15-16jähringen Instrumentalschülern und Schulmusikstudierenden“. Dozentin an den Universitäten Siegen (Department Erziehungswissenschaft und Psychologie) und Köln (Institut für Musikpädagogik, Schwerpunkt: Musikpsychologie).

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