Stiftungspreise

10 Jahre Georgia und Helmut Friedrich Stiftungspreis für Psychologie an der Universität Bonn

 

 

Mein Mann und ich sind in unserem Leben immer wieder Menschen begegnet, deren Lebensverlauf von vornherein begrenzt war durch Mangel an entsprechender Bildung und Ausbildung. Deshalb hat uns das Thema Bildung und Bildungschancen angesprochen.

Georgia Friedrich

 

Am Freitag, den 14. Juni wurde im Amélie Thyssen Auditorium das zehnjährige Bestehen des Georgia und Helmut Friedrich Stiftungspreis für Psychologie an der Universität Bonn gefeiert.

2009 hat Georgia Friedrich mit der Gründung der Georgia und Helmut Friedrich Stiftung einen lang gehegten Plan für eine Stiftung zur Förderung junger Menschen in der Ausbildung umgesetzt. Ein bewegtes Leben, viele Auslandseinsätze im Nahen Osten, Asien und dem Kosovo und entsprechend viele Begegnungen mit jungen Menschen ohne eine reelle Chance auf eine gute Ausbildung und ein auskömmliches Berufsleben, haben zu diesem Entschluss geführt.

Doch damit nicht genug! Auch nach der Stiftungsgründung hat sich Georgia Friedrich stets mit großem Einsatz für Ihre Stiftung, und auch für den gesamten Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds engagiert. Mit der Auslobung des Stiftungspreises für Studierende und Promovierende am Institut für Allgemeine Psychologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn hat die Stifterin eine Auszeichnung von großer Bedeutung geschaffen. Ein Preis für eine wissenschaftliche Arbeit in diesem frühen Stadium der Karriere hat das Potential, die weitere Laufbahn der Preisträger sehr positiv zu beeinflussen. Die Vergabe des Georgia und Helmut Friedrich Stiftungspreis für Psychologie an der Universität Bonn jährt sich nun zum zehnten Mal. Zum Jubiläum am 14. Juni hat die Stifterin drei Preise, dotiert mit einem Preisgeld von jeweils 5.000 Euro vergeben an:

  • Kaja Faßbender
  • Dr. Thomas Plieger
  • Dr. Judith Koppehele-Gossel

Zudem hat Georgia Friedrich das Institut für Allgemeine Psychologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn mit einer Spende in Höhe von 25.000 Euro für Forschungszwecke bedacht.

 

18. Juni 2019

 


 

Verleihung Stifterpreis Bildung und Integration

Am 15. Mai wurden im Zentrum für Molekulare Medizin der Universität zu Köln feierlich die Stifterpreise für Bildung und Integration verliehen. Die drei Preise sind mit insgesamt 6.000 Euro dotiert und gingen an: Anna Simon, die in ihrer Bachelorarbeit mit dem Thema zur Bedeutung von Bildungsangeboten für geflüchtete Kinder in Erstaufnahmeunterkünften überzeugte. In ihrer Forschung hat sie dafür eine qualitative Interviewstudie in der Einrichtung Herkulesstraße in Köln durchgeführt. Sebastian Koch überzeugte die Jury mit seiner Masterarbeit “Lack of Knowledge about the Functioning of the Labor Market: An Overlooked Obstacle to Labor Market Integration”. Und Mona Massumi erhielt den ersten Preis für ihre Dissertation über (Dis-)Kontinuitäten in Schulbiografien migrierter Jugendlicher und junger Erwachsener, die sie mit der Note summa cum laude abgeschloss. In ihrer Arbeit hat sie eine qualitative Untersuchung zu Systemeffekten, Schulerfahrungen und Bewältigungsprozessen angestellt.

Der Comedian Fatih Çevikkollu konfrontierte die Gäste augenzwinkernd mit der Frage, ab welchem Jahrgang man sich zu den digitalen Migranten zählen kann.

Serap Güler, Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration NRW zollte Anerkennung sowohl den Arbeiten der Preisträgerinnen und Preisträger als auch der des Stifters Fred Bänfer mit den Worten (ein Auszug): „Das vorbildliche Engagement von Stiftern stärkt und bereichert unsere Zivilgesellschaft. Der Stifterpreis Bildung und Integration ist eine großartige Sache. Gerade in Zeiten von Fakenews und Desinformation durch Populisten ist wissenschaftliche Forschung gerade im Bereich Migration und Integration von besonderem Wert. Ich beglückwünsche die Preisträgerinnen und Preisträger und wünsche Ihnen, dass Ihre Arbeiten von vielen Menschen gelesen werden und zu einer Versachlichung der öffentlichen Debatte und mehr Rationalität beitragen“.

 

Informationen unter:

https://zfl.uni-koeln.de/stifterpreis-bildung-integration.html

 

16. Mai 2019

 


Stiftungspreisverleihungen 2018

im Amélie Thyssen Auditorium, Köln

 

Die Stiftungspreise dienen der Auszeichnung besonderer individueller Leistungen in bestimmten Fachgebieten oder auch im Bereich des sozialen Engagements. 2018 wurden vier Stiftungspreise ausgelobt: der Cornelius Klauth-Stiftungspreis für gesellschaftliches Engagement, der Georgia und Helmut Friedrich-Stiftungspreis für angewandte Psychologie, der Karin-Doris und Berno S. Mattern-Stiftungspreis für Meeresbiologie und -ökologie und der Helga Freyberg-Rüßmann-Stiftungspreis für wissenschaftlichen Nachwuchs nach der Promotion in der medizinischen Forschung.

Cornelius Klauth-Stiftungspreis für besonderes gesellschaftliches Engagement wird seit sechs Jahren ausgelobt. In diesem Jahr fiel die Wahl auf zwei Studierende: Maren Alexandra Fritz überzeugte die Stifter mit ihrem Engagement für ein transkulturelles Miteinander und grenzüberschreitende Vernetzungen, die sich aus Migration und Kontakt untereinander ergeben. Preisträgerin Florence Stürmer setzt sich zurzeit kritisch mit der europäischen Kolonialgeschichte auseinander und arbeitet sie an einem Rechtsgutachten, welches sich mit möglichen Ansprüchen auf die Rückgabe der während der Kolonialherrschaft nach Deutschland gebrachten menschlichen Gebeine und Raubschätzen aus Tansania befasst.

 

Der Georgia und Helmut Friedrich-Stiftungspreis für angewandte Psychologie 2018 geht an Dr. Inga Meyhöfer für psychologische Forschung im Bereich der Entwicklung therapeutischer Möglichkeiten für psychotische Störungen. Leiter der Abteilung am Institut für Allgemeine Psychologie I der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ist Prof. Dr. Ulrich Ettinger.

 

Der Karin-Doris und Berno S. Mattern-Stiftungspreis für Meereskunde geht in diesem Jahr an Karin Pointner. Die diesjährige Preisträgerin hat an der Carl von Ossietzky in Oldenburg studiert und promoviert. Ihr Forschungsgebiet ist die bisher weitestgehend unerforschte Biodiversität der Meere. In ihrer Arbeit hat sie sich auf die Verbreitung von Ruderfußkrebsen spezialisiert.

 

Der Helga Freyberg-Rüßmann-Stiftungspreis für Medizinische Forschung fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs nach der Promotion. Die Jury hat Herrn Dr. med. Jochen Hammes, Klinik für Nuklearmedizin der Universität zu Köln, zum Preisträger gewählt für die Entwicklung einer speziellen Bildverarbeitungssoftware, die eine objektive, standardisierte Bewertung der Tumorausbreitung beim Prostatakrebs gestattet.

 

09. Juni 2018