Constantin Dransmann
"Durch ein Ehrenamt lernt man viele neue Leute kennen, mit denen man sich ansonsten nie auseinandersetzen würde."
Wofür engagieren Sie sich aktuell?
Meine Freundin und ich leben mittlerweile in Neuseeland und ich bin hier vor kurzem ehrenamtlich der Küstenwache (Coastguard) in Waihi Beach beigetreten. Derzeit bin ich noch im Training, welches wöchentlich jeden Montag stattfindet. Jedes Training ist anders, an manche Tagen fahren wir raus auf die offene See und lernen Such-Muster, um vermisste Personen zu finden. An anderen Tagen lernen wir im Hafen wie Boote sicher abgeschleppt werden. Oder wenn das Meer zu stürmisch ist, überprüfen wir die Boote mit Checkliste oder vertiefen Navigationsskills mit Seekarten im Vereinshaus.
Wie sind Sie zu diesem Engagement gekommen?
Menschen auf See zu helfen, hat mich schon immer fasziniert. Durch einen Freund in einer Laufgruppe hatte ich den ersten Kontakt mit der Coastguard und habe seitdem kein Training verpasst.
Was hat Sie in Ihrem Ehrenamt zuletzt besonders berührt, begeistert oder überrascht?
Beindruckt hat mich, dass die Waihi Beach Coastguard ausschließlich von Ehrenamtlichen betrieben wird. Gegründet wurde sie 1990, nach dem tragischen Tod eines Fischer an der Bowentown Barre und zu einer Zeit, in der der Bootsport in der Region immer beliebter wurde.
Was lernen Sie durch Ihr Engagement, das Ihnen im Studium, Beruf oder allgemein im Leben hilft?
Interpersonelle Kompetenz: klare Kommunikation, Teamwork, Anpassungfähigkeit, struktuiertes Arbeiten.
Warum würden Sie anderen empfehlen, sich ebenfalls zu engagieren?
Der Hauptgrund warum ich damit angefangen habe, war der Umzug in eine neue Region. Durch ein Ehrenamt lernt man viele neue Leute kennen, mit denen man sich ansonsten nie auseinandersetzen würde. Man knüpft Kontakte mit realen Personen, anstatt durch Soziale Medien und lernt “Life-Skills” die immer nützlich sind und in der Schule/Uni oder im Beruf manchmal zu kurz kommen.

