Zum Inhalt springen

Daniel Krimsky

Daniel Krimsky

Daniel Krimsky

Jahrgang: 1998
Gefördert seit: November 2024
Studiengang: Diplom Schauspiel, 7. Semester (Stand: Herbst 2025)
Wohnort: Frankfurt am Main

1. Sich für einen kreativen Studiengang wie Schauspiel zu entscheiden verlangt Mut. Wie kamen Sie zu dieser Entscheidung?

Jede Entscheidung beginnt mit einer Frage. Für mich lautete sie: Will ich das wirklich? Ich habe versucht, sie zu ignorieren, habe nach anderen Möglichkeiten gesucht, aber doch kam sie immer wieder zurück. Je ehrlicher ich zu mir selbst war, desto klarer wurde mir: Es gibt nur eine Antwort: Ja. Also musste ich.

2. Erinnern Sie sich an Ihre erste Bühnenerfahrung? Wie haben Sie sich dabei gefühlt?
Meine erste Bühnenerfahrung hatte ich in der Grundschule. Ich war eine von vielen kleinen Mäusen mit einer grau bemalten Stupsnase und Mäuseohren. Wir saßen unter einem bedeckten Tisch und warteten darauf, herauszukrabbeln. Ich erinnere mich an die unglaublich freudige Aufregung. So würde ich mich gerne wieder fühlen.

3. Gibt es eine Rolle, die Sie unbedingt einmal spielen möchten?

Das ist eine klischeehafte Antwort: Hamlet. Allerdings nicht jetzt, frühestens in zehn Jahren. Wenn ich spiele, fühlt und erlebt mein Körper etwas, eben das, was in einem Text verborgen liegt. Manchmal ist das eine sehr einfache Angelegenheit. Im Fall von Hamlet gibt es aber eine extrem facetten- und gefühlsreiche Welt. Mich würde interessieren, wie sich das anfühlt.

„Schauspiel hat wenig mit Talent zu tun“

4. Schauspiel ist mehr als nur Talent – welche Fähigkeit oder Eigenschaft haben Sie im Studium besonders weiterentwickelt?<

Ich glaube sogar, Schauspiel ist wenig Talent. Vielleicht ist Talent die Fähigkeit, in einem bestimmten Bereich besonders schnell zu lernen, aber Lernen erfordert auch Arbeit. Und am Ende ist es sehr harte Arbeit. Im Studium hatte ich die Gelegenheit, mein Selbstbewusstsein zu entwickeln: im wahrsten Sinne des Wortes ein Bewusstsein über mich selbst. Und das ist für das Schauspiel unerlässlich.

5. Wer oder was hat Sie in den letzten Jahren besonders geprägt

Zwei Personen: meine Mutter und meine Oma. Beide Frauen haben mich im Grunde großgezogen. Sie haben sehr viel erlebt. Ich bewundere ihre Stärke und ihr Durchhalte-vermögen. Ich glaube, ich werde nie aufhören, davon fasziniert zu sein.

6. Wie hat das Stipendium Ihr Studium beeinflusst? Gab es dadurch Möglichkeiten, die Sie sonst nicht gehabt hätten?

Ein Schauspielstudium erfordert enorm viel Zeit und Energie. Die Grenzen zwischen Privatleben und Beruf verschwimmen, weil kreative Arbeit immer etwas Persönliches
ist. Dank des Stipendiums hatte ich die Freiheit, mich ganz dieser intensiven Erfahrung hinzugeben und mich ohne zusätzlichen Druck weiterzuentwickeln.

7. Wenn Sie sich Ihre Karriere in zehn Jahren vorstellen – wo stehen Sie, und was machen Sie?
Hamlet spielen! Spaß beiseite – idealerweise bin ich am Theater engagiert und kann auf vielfältige Erfahrungen an unterschiedlichen Häusern und in verschiedenen Städten zurückblicken. Gleichzeitig hoffe ich, dass ich mir auch im Film einen Platz erarbeitet habe und die Freiheit besitze, meine kommenden Projekte auswählen zu können.

Nach oben scrollen