Aktuelles / Presse

 

Gründung des 298. Stiftungsfonds

 

Am 14. September 2018 gründeten die Eheleute Christa und Norbert W. Porten unter dem Dach des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds den 298. Stiftungsfonds. Schwerpunkt ist die Förderung von Studierenden, Promovierenden sowie wissenschaftlich Forschenden im Fachbereich Medizin auf dem Gebiet der Krebsforschung oder verwandter Erkrankungen. Des Weiteren unterstützt der Stiftungsfonds Personen, Vereinigungen oder Einrichtungen, die sich humanitär in Krisengebieten einsetzen, wie beispielsweise den Verein „Ärzte ohne Grenzen“.

 

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17.09.2018


 

Forschung und digitaler Wissenstransfer

 

 

Seit dem 1. August 2018 fördern wir an der Universität zu Köln ein neues Forschungsvorhaben unter der wissenschaftlichen Leitung von Frau Prof. Dr. Gudrun Gersmann, Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit. Gegenstand der Erforschung und digitalen Erfassung über eine Laufzeit von vier Jahren sind die historischen Kulturbestände der Kölner Jesuiten im Kontext der Gründung des Gymnasial- und Stiftungsfonds unter Napoleon und der Geschichte des Stiftens um 1800.

 

Erste Informationen finden Sie hier…

01.08.2018


 

Kölner Team gewinnt Telders Moot Court in der Great Hall of Justice

 

Zum zweiten Mal in Folge hat das Team der Kölner Universität den renommierten Telders Moot Court in Den Haag gewonnen. Wir gratulieren Antonia Kratz, France Oly, Lisa Schöttmer und Frederic Kupsch herzlich zu diesem Erfolg! Neben dem Siegertitel erhielten die Studierenden auch noch eine Auszeichnung für die beste Verteidigungsschrift. Glückwünsche auch an Laura Hughes-Gerber, die das Team gecoacht hat. Wir freuen uns, dass unsere Förderung des Projekts erneut mit Erfolg gekrönt wurde.

 

Beim Telders Moot Court Wettbewerb handelt es sich um die Simulation eines Gerichtsverfahrens, bei der Jurastudierende aus aller Welt in einem fiktiven völkerrechtlichen Fall gegeneinander antreten. Ort des Geschehens ist der Internationale Gerichtshof in Den Haag, dem Hauptrechtsprechungsorgan der Vereinten Nationen. Die Teilnahme an dem Wettbewerb verlangt von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine äußerst intensive und mehrmonatige Vorbereitung. Der Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds fördert die Teilnahme von Studierenden der juristischen Fakultät der Universität zu Köln in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Luft- und Weltraumrecht unter der Leitung von Prof. Dr. Stephan Hobe bereits seit mehreren Jahren.

 

Ablauf

Zwischen Oktober und Januar wird zunächst eine schriftliche Argumentation erarbeitet. Im Anschluss an die Bewertung von Fachleuten beginnt die Vorbereitung auf den mündlichen Vortrag durch Sprachtraining und Videoanalyse, mit dem Ziel eines selbstsicheren, überzeugenden Auftretens. Die Proberunden werden begleitet von Professoren, Richtern, Rechtsanwälten und Praktikern. Im Frühjahr findet die nationale Vorausscheidung statt, in der das Kölner Team gegen Teams anderer deutscher Universitäten antritt. Die Sieger dieser Vorrunde werden mit der Reise nach Den Haag belohnt, wo es sich Ende April mit der internationalen Konkurrenz aus über 25 Ländern zu messen gilt. Die beiden erfolgreichsten Teams argumentieren dann im Finale vor Richtern des Internationalen Gerichtshofes, der Great Hall of Justice im Friedenspalast in Den Haag.

29.05.2018


Chancen stiften-Newsletter März 2018

In der Märzausgabe des Chancen stiften-Newsletter berichten wir über folgende Themen: Im Interview schildern vier Teilnehmer des Förderprogramms Einsteigen – Aufsteigen! über Ihre Erfahrungen und über Ihre Moderationstätigkeit bei einer Veranstaltung während des Wipperfürther Stadtjubiläums. Die betreuende Sozialpädagogin Frau Gebel gibt eine Einschätzung über den Anteil, den Einsteigen – Aufsteigen! an der Entwicklung der teilnehmenden Kinder und Jugendliche hat.
Wir bieten Einblicke in aktuelle Zahlen und Fakten rund um das Stiftungskapital und die Spendeneinnahmen der Gemeinschaftsstiftung Chancen stiften. Und geben eine Übersicht der Termine und Veranstaltungen für das kommende halbe Jahr.

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Neue Stiftungsgründungen im Dezember 2017

HAGI Stiftung

Am 18. Dezember 2017 gründeten die Eheleute Irmgard und Hans Karsten Ginsterblum in Gedenken an die Eltern von Herrn Ginsterblum mit der HAGI Stiftung den 296. Stiftungsfonds unter dem Dach des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds. Namensgebend für die Stiftung ist die 1934 vom Vater Hans Ginsterblum gegründete HAGI Tabakwarenhandlung in Düsseldorf. Als Einzelhandelsgeschäft gegründet, entwickelte sich daraus nach Ende des zweiten Weltkriegs eine Großhandlung für Tabakwaren. Auf diesen wirtschaftlichem Erfolg fußt das heutige Stiftungsvermögen. Da die Stiftereheleute selbst ohne Nachkommen sind, betrachten sie es als ihre Aufgabe, Vorsorge dafür zu treffen, das Schaffenswerk des Eltern gebührend zu ehren und weiter leben zu lassen. Über Freunde sind sie letztendlich an den Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds empfohlen worden und waren schnell überzeugt von der erfolgreichen Stiftungsverwaltung und den Gestaltungsmöglichkeiten in Bezug auf den Stiftungszweck. Der Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds erwies sich als genau die richtige Heimat für die HAGI Stiftung.

Schwerpunkt der HAGI Stiftung ist die Förderung von Studierenden und NachwuchswissenschaftlerInnen an Nordrhein-Westfälischen Universitäten.

 

 

Marfan Stiftung Michael Leinert

Am selben Tag wurde mit der Marfan Stiftung Michael Leinert der 297. Stiftungsfonds gegründet.

Das Marfan-Syndrom ist eine Bindegewebserkrankung, die lebensbedrohlich sein kann. Bis jetzt ist sie noch nicht heilbar, ihre Auswirkungen können jedoch Dank des medizinischen Fortschritts in erheblichem Umfang beherrscht werden. Die größte Gefahr besteht bei nicht erkanntem Marfan-Syndrom. Eine starke Belastung kann zum vorzeitigen Tod durch Reißen der Aorta führen. Dies kann mit entsprechender und frühzeitiger Diagnose durch eine rechtzeitige Operation der Aorta verhindert werden. Deshalb ist Aufklärung über das Marfan-Syndrom so wichtig. Die fortschreitende wissenschaftliche Erforschung dieser seltenen Krankheit lässt hoffen, dass das Marfan-Syndrom eines Tages heilbar sein wird. Dazu will die Marfan Stiftung Michael Leinert beitragen. Zu diesem Zweck zielt sie auf die Förderung von Personen, Vereinigungen, Einrichtungen oder wissenschaftlichen Instituten, die sich mit der Erforschung und Bekämpfung bzw. der Aufklärung des Marfan-Syndroms oder verwandter Erkrankungen beschäftigen. Des Weiteren können Personen während ihrer Ausbildung, bzw. deren Eltern eine Förderung beantragen, die vom Marfan-Syndrom oder verwandten Erkrankungen direkt oder indirekt betroffen sind. Voraussetzung dafür ist eine Unterstützungsempfehlung einer anerkannten öffentlichen Institution oder Sozialeinrichtung sowie die Berücksichtigung der wirtschaftlichen Bedürftigkeit durch nachweisliche Finanzierungslücken in der zweckgebundenen Einzelförderung.

 

22.01.2018

 


Wer zahlte, bekam einen Platz im Himmel

Erstes Ablassplakat für den Bau des Kölner Doms in der Universitäts- und Stadtbibliothek gefunden worden. Das 500 Jahre alte Plakat ist das erste bekannte dieser Art und gehört zum historischen Bestand der Gymnasialbibliothek des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds.

Der Band mit der Signatur GBIV6184 befand sich in einem Bestand historischer Bücher in einer unscheinbaren Verpackung, die nicht erahnen ließ, dass ein derart bedeutender Fund in ihr steckte: Ein Ablassplakat für den Kölner Dom aus dem frühen 16. Jahrhundert. Der lateinische, 18,5 mal 25,5 cm große Einblattdruck ist außerordentlich gut erhalten und wirbt mit Sündenerlass, wenn man für den Bau oder Erhalt der Kathedrale spendet. Eine im Mittelalter übliche Praxis der Kirche. Gefunden und identifiziert wurde das Plakat von der Bibliothekarin Irene Bischoff. Neben dem Aufruf zur Spende, finden sich auch zwei Wappen auf dem Blatt: Oben das Wappen des Domes und unten das des Kölner Erzbischofs Hermann von Wied. Dieser versuchte später die Reformation in Köln einzuführen. Vergeblich.

 

Foto: Uni Köln

 

„Das ist ein besonders seltener Fund eines Ablass-Summariums für den Kölner Dom“, erklärt Christiane Hoffrath, Leiterin des Dezernats „Historische Bestände und Sammlungen, Bestandserhaltung und Digitalisierung“. Der Direktor der Kölner Universitäts- und Stadtbibliothek (USB), Dr. Hubertus Neuhausen, zeigt sich hoch erfreut über den Fund. „Dieses bisher unbekannte Ablassplakat ist etwas ganz Besonderes und es ist ein gutes Beispiel für die Reichhaltigkeit und auch die wissenschaftliche Relevanz unseres historischen Bestandes. Ich bin sehr stolz, dass der Fund von unserer Kollegin Frau Bischoff gemacht wurde.“

Das Fundstück befand sich in einem Band, der zwei Drucke enthält. „Die Spuren im Buch weisen darauf hin, dass das Ablassplakat als Makulatur für den Einband des Bandes verwendet worden war. Die Wiederverwendung alten Papiers war früher nichts Ungewöhnliches. Das Plakat wurde als Makulatur beiseitegelegt und dann als Stabilisierung des Buchdeckels verwendet. Glücklicherweise wurde es bei der Verarbeitung nicht zerschnitten“, so Hoffrath.

Das Wappen des Domes auf dem Blatt lässt vermuten, dass das Plakat im Dom selber hing. Das Langhaus und die Seitenschiffe standen damals schon. Möglicherweise befand sich neben dem Aufruf ein Kasten, in den man sogleich die Spende einwerfen konnte. Der Text auf dem Plakat ist an Personen geistlichen Standes gerichtet, die des Lateinischen mächtig waren. Es stammt aus dem Zeitraum, in dem Luther seine 95 Thesen in Wittenberg anschlug, die sich u.a. gegen den Ablasshandel richteten.

Bei dem Ablass-Summarium handelt es sich um die spätere Auflage eines Druckes von 1487, wie die Formulierung „datum per copiam“ zeigt. Der Fund ist ein überaus bedeutendes Zeitdokument für Köln und für die gesamte deutsche Reformationsgeschichte. Einen ähnlich bedeutenden Fund gab es 2016 in Goslar in der Marktkirchenbibliothek. Dies zeigt, dass eine solche Praxis zum Spendenaufruf vielleicht üblicher war als uns bisher bekannt ist. Die Geschichte dieses einzigartigen Dokuments wird wissenschaftlich weiter erforscht. „Es müssen noch einige offene Fragen beantwortet werden, z.B. wer der Drucker dieses Summariums war“, so Christiane Hoffrath.

 

03.01.2018