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Stifterinnen und Stifter des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds zeichnen mit Stiftungspreisen besondere Leistungen von Studierenden, Absolventinnen und Absolventen sowie Promovierenden in bestimmten Fachgebieten aus.

Stiftungspreis Bildung & Integration 2020

Der Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds und drei Kölner Hochschulen zeichnen Abschlussarbeiten mit einem Preisgeld von insgesamt 6000 Euro aus. Verantwortlich für die Umsetzung ist das Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln.

Drei Kölner Hochschulen, die Universität zu Köln, die Technische Hochschule und die Katholische Hochschule NRW sowie der Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds haben in diesem Jahr zum zweiten Mal den Stifterpreis Bildung & Integration vergeben. Mit dem Preis werden Absolventinnen und Absolventen ausgezeichnet, die sich in ihren Abschlussarbeiten in besonderer Weise mit der Bewältigung von gesellschaftlichen Herausforderungen von Bildung und Integration auseinandersetzten. In den drei Kategorien Bachelor- und Masterarbeit sowie Promotion wurden 2020 Preisgelder von insgesamt 6000 Euro vergeben. 17 Studierende und Promovierende haben sich für den Stifterpreis beworben. Eine Fachjury wählte die Preisträgerinnen und Preisträger aus. Initiiert wurde der Preis durch das Stifterehepaar Katja und Fred Bänfer. Das Zentrum für LehrerInnenbildung verantwortet die Umsetzung der Nominierung.

 

Die Preisträgerinnen des Stifterpreis Bildung & Integration 2020 sind:

Kategorie Bachelor
Kira Roher, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Universität zu Köln, Thema: Studierfähigkeit im Kontext sozialer Ungleichheit an Massenuniversitäten. Eine qualitative Analyse von Studierenden der ersten Generation der Universität zu Köln.

Kategorie Master
Simone Weininger, Humanwissenschaftliche Fakultät, Universität zu Köln, Thema: Kunst-Raum-Bildung. Über die Gestaltung künstlerischer Räume zur Bearbeitung sozialer Konflikte im Kontext von Flucht. Eine empirische Analyse von Ansätzen und Erfahrungen aus der Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Libanon.

Kategorie Promotion
Dr. Lale Yildrim, Historisches Institut der Universität zu Köln und Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin, Thema: Der Diaspora-Komplex. Geschichtsbewusstsein und Identität bei Jugendlichen mit türkeibezogenem Migrationshintergrund der dritten Generation.

Weitere Informationen
https://zfl.uni-koeln.de/projekte/stifterpreis-bildung-integration

 


Helga Freyberg-Rüßmann Stiftungspreis 2020

Der Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds vergibt in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln den Helga Freyberg-Rüßmann Stiftungspreis für Medizinische Forschung insbesondere im Bereich der alters-assoziierten Erkrankungen. 2020 gingen die mit jeweils 5.000 und 3.000 Euro dotierten Preise an die beiden Absolventinnen Melanie Fritsch und Maik Luu.

Dr. Melanie Fritsch war bereits seit Schulzeiten an biologischen Fragestellungen interessiert und studierte nach einer Ausbildung als Biologisch-Technische Assistentin Biologie an der Universität zu Köln. Während eines Auslandsaufenthalts in Kopenhagen erlernte die gebürtige Kölnerin erste Erkenntnisse auf dem Fachgebiet des Zelltods. Beim Zelltod handelt es sich um einen essentiellen Mechanismus, um z. B. infizierte oder alternde Zellen zu entfernen. Eine fehlerhafte Regulierung kann zu schweren chronischen Entzündungen, Hepatitis und Krebs führen, die zur Pathogenese alterungsassoziierter Erkrankungen beitragen. Folglich ist die Erforschung dieser Mechanismen von entscheidender Bedeutung. Die erworbenen Fachkenntnisse konnte Melanie Fritsch im Laufe ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit an der Uniklinik Köln erweitern und während ihrer Doktorarbeit auf klinische Fragestellungen übertragen. Ihre Doktorarbeit beschäftigte sich mit der Rolle von Caspase-8 in der Regulierung verschiedener Zelltodmechanismen und deren Auswirkung auf die Entstehungen von systemischen Entzündungen. Die Ergebnisse dieser Arbeit konnte Melanie Fritsch in der renomierten Fachzeitschrift ‚Nature‘ publizieren. Neben ihrer eigenen Forschungstätigkeit engagiert sie sich auch für die Ausbildung junger Wissenschaftler, indem sie an der Universität lehrt und internationale Konferenzen für Studierende organisiert.

Dr. rer. nat. Maik Luu studierte Biomedical Science an der Phillips-Universität Marburg und spezialisierte sich auf Infektionsbiologie. Seine Arbeit trägt den Titel: The short-chain fatty acid pentanoate suppressesautoimmunity by modulating the metabolic-epigenetic crosstalk in lymphocytes. Kurz vor dem Ende seiner Promotion im April 2019, die Maik Luu mit Summa cum Laude abschließen konnte, hat er seinen ersten Antrag als Nachwuchswissenschaftler Projekt-Förderung der Von Behring-Röntgen-Stiftung eingeworben, welche Herrn Luu die unabhängige Fortführung seiner Arbeit an entzündungsassoziierten Kolon-Karzinomen als Postdoc ermöglicht. Eine Etablierung im Bereich der Tumor-Immunologie wurde vor kurzem zusätzlich durch einen Drittmittelantrag der P. E. Kempkes-Stiftung bestärkt. Diese Förderung erlaubt Herrn Luu die Arbeit an der Verstärkung von adoptiver, zellulärer Therapie mit Chimeric Antigen-Receptor (CAR)-T-Zellen durch die bereits von ihm charakterisierte KKFS, welche gegen spezifische Tumor-Oberflächenstrukturen gerichtet eingesetzt werden können. Die bisherige Arbeit wurde zusätzlich durch die Verleihung des Promotionspreises der Philipps-Universität Marburg gewürdigt.

 


Georgia und Helmut Friedrich Stiftungspreis für Psychologie 2020

Der Stiftungspreis für Psychologie wird seit 2009 jährlich ausgelobt und richtet sich an Studierende und Promovierende am Institut für Allgemeine Psychologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Die Themen der Arbeiten geben einen Einblick in die Projekte der Studierenden und auch in die Vielfältigkeit der Forschung am Institut. 2020 wurde der Preis für zwei Masterarbeiten vergeben und mit jeweils 5.000 Euro dotiert.

Stephanie Hochgeschurz hat mit ihrer Masterarbeit mit dem Titel „Ist Metakognition gleich Metakognition? Ein multimethodaler Vergleich verschiedener Metakognitionsmaße am Beispiel der perzeptuellen Domäne“ die Jury überzeugt. Dafür erhielt sie von beiden Gutachtern die Bestnote von 1,0. Bevor Frau Hochgeschurz das Studium im MSc Psychologie aufnahm studierte sie bereits im BSc Psychologie an der Universität Bonn. In ihrer Masterarbeit untersuchte Frau Hochgeschurz zwei Fragen zum Thema Metakognition. Die Metakognition, oder das Denken über das Denken, ist ein besonders in den letzten Jahren stärker experimentalpsychologisch untersuchtes Thema aus dem Bereich der Bewusstseinsforschung. Frau Hochgeschurz wendete sich in ihrer Masterarbeit zwei miteinander verwandten Fragen zu: Erstens der Frage nach der Domänengeneralität bzw. -spezifität der Metakognition, und zweitens nach der Konstruktvalidität der Messung von Metakognition über verschiedene Messmethoden (experimentalpsychologische Messungen auf Ebene einzelner Situationen vs. Fragebögen zu situationsüberdauernden Verhaltensmustern) hinweg. Seit dem 1.3.2020 ist Frau Hochgeschurz beim Fraunhofer Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) in der Abteilung Mensch-Maschine-Systeme als Wissenschaftliche Mitarbeitern angestellt.

Julia Viviane Lippold wurde für ihre exzellenten wissenschaftlichen und akademischen Leistungen im Rahmen ihrer Masterarbeit von der Jury für den diesjährigen Stiftungspreis ausgewählt. Schon kurz nach ihrem Bachelorstudium nahm sie eine Stelle als freie Mitarbeiterin am Institut für Psychologie an. Eine solche Fast-Track-Promotion war ein Novum und somit musste die Verwaltung erst überzeugt werden. Aber pünktlich zum 01.10.2018 konnte Frau Lippold die Stelle in der Abteilung von Prof. Dr. Martin Reuter antreten, parallel dazu ihr Masterstudium aufnehmen und mit ihrer Promotion beginnen. Seit 1,5 Jahren ist Frau Lippold Doktorandin und hat bereits nach einem Jahr den Masterstudiengang (Regelstudienzeit sind 2 Jahre) neben der Arbeit und der Promotion mit der Gesamtnote 1.1 (mit Auszeichnung) abgeschlossen. Soeben sind zwei Artikel in internationalen Fachzeitschriften mit ihr in geteilter (Seeliger, Lippold & Reuter; Neuropsychobiology) und in alleiniger Erstautorschaft (Lippold et al., Personality Neuroscience) akzeptiert worden. Auch ihr Promotionsprojekt „Neurobiologisch-Behaviorale Differenzierung von Angst und Furcht“ macht gute Fortschritte. Auf nationalen und internationalen Tagungen hat sie bereits erste Forschungsergebnisse vorgestellt. Sie hat sich voll in die Abteilung eingebracht und neue Impulse gesetzt, was die Arbeit der Abteilung modernisiert hat (z.B. Relaunch der Gendatenbank im digitalen Gewand). Julia Lippold hat zudem für ihre außerordentlichen Leistungen in der Lehre den Lehrpreis 2019 des Instituts gewonnen. Sie setzt sich sehr für die Belange der Studierenden ein.

15. Juni 2020

 


 

10 Jahre Georgia und Helmut Friedrich Stiftungspreis für Psychologie an der Universität Bonn

Mein Mann und ich sind in unserem Leben immer wieder Menschen begegnet, deren Lebensverlauf von vornherein begrenzt war durch Mangel an entsprechender Bildung und Ausbildung. Deshalb hat uns das Thema Bildung und Bildungschancen angesprochen.

Georgia Friedrich

 

Am Freitag, den 14. Juni wurde im Amélie Thyssen Auditorium das zehnjährige Bestehen des Georgia und Helmut Friedrich Stiftungspreis für Psychologie an der Universität Bonn gefeiert.

2009 hat Georgia Friedrich mit der Gründung der Georgia und Helmut Friedrich Stiftung einen lang gehegten Plan für eine Stiftung zur Förderung junger Menschen in der Ausbildung umgesetzt. Ein bewegtes Leben, viele Auslandseinsätze im Nahen Osten, Asien und dem Kosovo und entsprechend viele Begegnungen mit jungen Menschen ohne eine reelle Chance auf eine gute Ausbildung und ein auskömmliches Berufsleben, haben zu diesem Entschluss geführt.

Doch damit nicht genug! Auch nach der Stiftungsgründung hat sich Georgia Friedrich stets mit großem Einsatz für Ihre Stiftung, und für den gesamten Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds engagiert. Mit der Auslobung des Stiftungspreises für Studierende und Promovierende am Institut für Allgemeine Psychologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn hat die Stifterin eine Auszeichnung von großer Bedeutung geschaffen. Ein Preis für eine wissenschaftliche Arbeit in diesem frühen Stadium der Karriere hat das Potential, die weitere Laufbahn der Preisträger sehr positiv zu beeinflussen. Die Vergabe des Georgia und Helmut Friedrich Stiftungspreis für Psychologie an der Universität Bonn jährte sich nun zum zehnten Mal. Zum Jubiläum am 14. Juni hat die Stifterin drei Preise, dotiert mit einem Preisgeld von jeweils 5.000 Euro vergeben an:

  • Kaja Faßbender
  • Dr. Thomas Plieger
  • Dr. Judith Koppehele-Gossel

Zudem hat Georgia Friedrich das Institut für Allgemeine Psychologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn mit einer Spende in Höhe von 25.000 Euro für Forschungszwecke bedacht.

 

18. Juni 2019

 


 

Verleihung Stifterpreis Bildung und Integration

Am 15. Mai wurden im Zentrum für Molekulare Medizin der Universität zu Köln feierlich die Stifterpreise für Bildung und Integration verliehen. Die drei Preise sind mit insgesamt 6.000 Euro dotiert und gingen an: Anna Simon, die in ihrer Bachelorarbeit mit dem Thema zur Bedeutung von Bildungsangeboten für geflüchtete Kinder in Erstaufnahmeunterkünften überzeugte. In ihrer Forschung hat sie dafür eine qualitative Interviewstudie in der Einrichtung Herkulesstraße in Köln durchgeführt. Sebastian Koch überzeugte die Jury mit seiner Masterarbeit “Lack of Knowledge about the Functioning of the Labor Market: An Overlooked Obstacle to Labor Market Integration”. Und Mona Massumi erhielt den ersten Preis für ihre Dissertation über (Dis-)Kontinuitäten in Schulbiografien migrierter Jugendlicher und junger Erwachsener, die sie mit der Note summa cum laude abgeschloss. In ihrer Arbeit hat sie eine qualitative Untersuchung zu Systemeffekten, Schulerfahrungen und Bewältigungsprozessen angestellt.

Der Comedian Fatih Çevikkollu konfrontierte die Gäste augenzwinkernd mit der Frage, ab welchem Jahrgang man sich zu den digitalen Migranten zählen kann.

Serap Güler, Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration NRW hob sowohl die Anerkennung für die Leistungen der Preisträgerinnen und Preisträger hervor als auch die des Stifters Fred Bänfer mit den Worten (ein Auszug): „Das vorbildliche Engagement von Stiftern stärkt und bereichert unsere Zivilgesellschaft. Der Stifterpreis Bildung und Integration ist eine großartige Sache. Gerade in Zeiten von Fakenews und Desinformation durch Populisten ist wissenschaftliche Forschung gerade im Bereich Migration und Integration von besonderem Wert. Ich beglückwünsche die Preisträgerinnen und Preisträger und wünsche Ihnen, dass Ihre Arbeiten von vielen Menschen gelesen werden und zu einer Versachlichung der öffentlichen Debatte und mehr Rationalität beitragen“.

 

Informationen unter:

https://zfl.uni-koeln.de/stifterpreis-bildung-integration.html

 

16. Mai 2019

 


Stiftungspreisverleihungen 2018

im Amélie Thyssen Auditorium, Köln

 

Die Stiftungspreise dienen der Auszeichnung besonderer individueller Leistungen in bestimmten Fachgebieten oder auch im Bereich des sozialen Engagements. 2018 wurden vier Stiftungspreise ausgelobt: der Cornelius Klauth-Stiftungspreis für gesellschaftliches Engagement, der Georgia und Helmut Friedrich-Stiftungspreis für angewandte Psychologie, der Karin-Doris und Berno S. Mattern-Stiftungspreis für Meeresbiologie und -ökologie und der Helga Freyberg-Rüßmann-Stiftungspreis für wissenschaftlichen Nachwuchs nach der Promotion in der medizinischen Forschung.

Cornelius Klauth-Stiftungspreis für besonderes gesellschaftliches Engagement wird seit sechs Jahren ausgelobt. In diesem Jahr fiel die Wahl auf zwei Studierende: Maren Alexandra Fritz überzeugte die Stifter mit ihrem Engagement für ein transkulturelles Miteinander und grenzüberschreitende Vernetzungen, die sich aus Migration und Kontakt untereinander ergeben. Preisträgerin Florence Stürmer setzt sich zurzeit kritisch mit der europäischen Kolonialgeschichte auseinander und arbeitet sie an einem Rechtsgutachten, welches sich mit möglichen Ansprüchen auf die Rückgabe der während der Kolonialherrschaft nach Deutschland gebrachten menschlichen Gebeine und Raubschätzen aus Tansania befasst.

 

Der Georgia und Helmut Friedrich-Stiftungspreis für angewandte Psychologie 2018 geht an Dr. Inga Meyhöfer für psychologische Forschung im Bereich der Entwicklung therapeutischer Möglichkeiten für psychotische Störungen. Leiter der Abteilung am Institut für Allgemeine Psychologie I der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ist Prof. Dr. Ulrich Ettinger.

 

Der Karin-Doris und Berno S. Mattern-Stiftungspreis für Meereskunde geht in diesem Jahr an Karin Pointner. Die diesjährige Preisträgerin hat an der Carl von Ossietzky in Oldenburg studiert und promoviert. Ihr Forschungsgebiet ist die bisher weitestgehend unerforschte Biodiversität der Meere. In ihrer Arbeit hat sie sich auf die Verbreitung von Ruderfußkrebsen spezialisiert.

 

Der Helga Freyberg-Rüßmann-Stiftungspreis für Medizinische Forschung fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs nach der Promotion. Die Jury hat Herrn Dr. med. Jochen Hammes, Klinik für Nuklearmedizin der Universität zu Köln, zum Preisträger gewählt für die Entwicklung einer speziellen Bildverarbeitungssoftware, die eine objektive, standardisierte Bewertung der Tumorausbreitung beim Prostatakrebs gestattet.

 

09. Juni 2018

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